Geschichtspark Balve
Nepomuk
Ein Brückenheiliger kehrt in die Geschichte Wocklums zurück.

Johannes Nepomuk in Wocklum
Johannes Nepomuk gilt als Schutzpatron der Brücken und Flüsse. Deshalb wurden Darstellungen von ihm häufig an Brücken, Wasserläufen und gefährdeten Übergängen aufgestellt. Auch in Wocklum hatte die Figur einen passenden Platz. Im Märkischen Kreis gilt sie wohl als eine besondere und seltene Darstellung eines Brückenheiligen.
Die Steinfigur wird nach neueren Angaben auf das Jahr 1760 datiert. Früher stand sie auf der Borkebrücke am Ende der Wocklumer Allee. Beim Neubau der Brücke wurde sie entfernt, nachdem sie beschädigt worden war. Eine Quelle berichtet, dass die Figur 1958 auf die Brücke an der Petersburg versetzt wurde. Später wurde sie erneut umgelagert und ist bis heute am Schloss Wocklum untergebracht.
Die Heimwacht Balve bemüht sich um die Restaurierung des Nepomuk. Ziel ist es, die Figur wieder in der Nähe der Brücke aufzustellen und damit an ihren ursprünglichen Zusammenhang zurückzuführen.
Eine weitere religiöse Figur in der Umgebung ist der heilige Franziskus Xaverius. Sie steht am Ende des oberen Zufahrtsweges zum Schloss in Richtung Beckum auf einem Hügel. Diese Figur stammt aus dem Jahr 1779 und überragt seither das Tal wie ein Schutzpatron.
Heute ist der Nepomuk ein besonderes Zeugnis der Ortsgeschichte. Er verbindet religiöse Tradition mit der Geschichte des Wassers, der Mühlen und der Eisenverarbeitung in Wocklum. Als Brückenheiliger markiert er einen Ort, an dem Wege, Wasser und Geschichte zusammenkommen.