Geschichtspark Balve
Steinbruch
Naturgewalt in Stein gemeißelt
Am Borkewehr wird Erdgeschichte sichtbar.

Steinbruch am Borkewehr
Oberhalb des Borkewehrs ist ein besonderer Ausschnitt der Erdgeschichte sichtbar. In der Böschung und in kleinen Steinbrüchen stehen Gesteine aus dem Oberdevon und Unterkarbon an. Sie sind rund 359 Millionen Jahre alt und entstanden, als das Sauerland noch Teil eines großen Meeres war.
Am Meeresboden lagerten sich damals Ton, Kalk und kieselige Stoffe ab. Später wurden diese Ablagerungen zu festem Gestein. Durch Gebirgsbildung wurden die Schichten gefaltet, angehoben und schließlich durch Verwitterung wieder freigelegt.
Besonders wichtig ist dieser Ort wegen seiner Fossilien. Im Gestein finden sich Reste früher Meerestiere, darunter winzige Mikrofossilien und Kopffüßer. Manche Fossilien sind für die Wissenschaft besonders wertvoll, weil sie helfen, Gesteinsschichten genau zu datieren und mit anderen Fundorten zu vergleichen.
Am Borkewehr ist sogar die Grenze zwischen Devon und Karbon aufgeschlossen. Für den Wocklumer Kalk ist dieser Bereich ein wichtiger Vergleichsort. Das Leitfossil Wocklumeria sphaeroides ist nach Wocklum benannt.
Der Geländeausschnitt oberhalb des Borkewehrs ist ein geschütztes paläontologisches Bodendenkmal. Geschützt sind nicht nur einzelne Fossilien, sondern auch die Gesteinsschichten, in denen sie liegen. Bitte bleiben Sie auf den Wegen und entnehmen Sie keine Steine oder Fossilien. So bleibt dieser besondere Ort für Forschung und Natur erhalten.