Geschichtspark Balve
Versuchsstollen
Einblicke in die Bergbaugeschichte
Im Versuchsstollen kann man die Arbeitswelt der Bergleute erahnen und erleben, wie sie unter schwierigen Bedingungen nach Erz suchten.
Ein Abenteuer, das die harte Arbeit und das Leben unter Tage sichtbar macht.

Der Versuchsstollen:
das unauffindbare gescheiterte Bergwerk
300 m westlich der Luisenhütte, direkt am anderen Ufer der Borke, befindet sich ein alter Bergwerksstollen aus dem 19. Jahrhundert. Über ein Versuchsstadium ist er nie hinausgekommen und wurde schließlich aufgegeben. Das Besucherbergwerk kann nur im Rahmen vorangemeldeter Führungen besichtigt werden.
Ein unauffindbarer Bergwerksstollen
In den 1970er Jahren erwähnten ortskundige Personen einen alten Bergwerksstollen, der sich 300 m westlich der Luisenhütte am anderen Ufer der Borke befinden sollte. Sein Eingang war aber im Laufe der Zeit verbrochen, von Pflanzen überwuchert und deshalb nicht mehr auffindbar. Mehrere mit dem Bergamt Siegen abgestimmte Freilegungsversuche seit Mitte der 1970er Jahre scheiterten. Erst 1980, bei Erdarbeiten für eine Kanaltrasse parallel zur Borke, fand ein Baggerführer den Stollenmund mit Hilfe einer Wünschelroute.
Der Versuchsstollen
Es handelt sich um einen Versuchsstollen. 1864, kurz vor der Stilllegung der Luisenhütte, begann der Vortrieb. Offenbar sollte der Stollen eine Verbindung für untertägige Erzförderung zwischen den Eisenerz-Bergwerken am Balver Husenberg und der Luisenhütte herstellen. Er hätte auch die Entwässerung und Frischluftversorgung der Gruben verbessert. Bis 1882 trieb man den Stollen 49,50 m vor. Dann wurde das Vorhaben wegen des geringen Umfangs gefundener Roteisensteine und der längst stillgelegten Luisenhütte aufgegeben.
Das Schaubergwerk
Nach Absicherung des Stollenmundes bauten Auszubildende der Zeche Westfalen in Ahlen den Versuchsstollen mit einem sogenannten »Deutschen Türstock« aus, einem klassischen Grubenausbau aus Holz. Schautafeln und eine kleine Lore thematisierten im beleuchteten Eingangsbereich die Arbeitsbedingungen von Bergarbeitern im 19. Jahrhundert. 1986 erteilte das Bergamt Siegen eine Genehmigung zum Betrieb des Stollens als Besucherbergwerk. Nachdem der hölzerne Grubenausbau durch Wassereinwirkung abgängig war, ersetzte man ihn durch einen modernen Grubenausbau aus Stahlbögen. Das Schaubergwerk kann nur im Rahmen vorangemeldeter Führungen besichtigt werden.


